Methoden und Werkzeuge des Lean Management


Schlanke, verschwendungsfreie Prozesse sind aus Sicht des Lean Management der entscheidende Schlüssel, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, seine Zukunftsfähigkeit und seine Wachstumschancen sicherzustellen. Grundgedanke des Lean Thinking ist Kaizen: die Überzeugung, dass eine Verbesserung immer möglich ist und kontinuierlich betrieben werden sollte.
Dazu greift Lean Management auf eine Reihe bewährter Methoden zurück und hat gleichfalls eine Reihe eigenständiger Begriffe, Methoden und Werkzeuge entwickelt.

Übersicht der Werkzeuge und Methoden des Lean Management

Untenstehend finden Sie eine kleine Übersicht einiger, aus unserer Sicht wichtiger Lean-Begriffe und Lean Gestaltungsprinzipien, die wir immer wieder in unserer Praxis einsetzen. Weil Lean Management sehr umfangreich ist, nutzen Sie bitte die Links um weitere Informationen zu erhalten.

Wir vermitteln viele dieser Methodenelemente in unserer Schulung Lean Management Basiswissen. Vielleicht ist dies ein hilfreicher Einstieg für Sie in die Lean Welt?

Wir unterstützen Sie bei der Einführung von Lean Management und helfen Ihnen, Ihre Prozesse zu verbessern. Hier ist der Kontakt zu uns.

PDCA Zyklus / Deming-Kreis … mehr …

  • „Plan – Do – Check – Act“
  • der Deming-Zyklus der ständigen Verbesserung in vielen, kleinen Schritten
  • die gedanklich – ideelle Grundlage für KVP und Kaizen

Flow

  • der alles verbindende Grundgedanke, um Liege- und Wartezeiten zu eliminieren
  • um Warenbestände und Durchlaufzeiten zu minimieren
  • One piece flow ist vollständige Abkehr von einer Batchfertigung , Losgröße = 1

Kaizen … mehr …

  • der japanische Weg des KVP auf dem Streben nach Perfektion und 0-Fehlern
  • um die Mitarbeiter aktiv in den Verbesserungsprozess einzubinden
  • um die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern
  • um Produktivität und Kosteneffizienz kontinuierlich zu verbessern

KVP … mehr …

  • der kontinuierliche Verbesserungsprozess
  • der europäische Weg in Anlehnung an Kaizen im Streben nach Null-Fehlern
  • um die Mitarbeiter aktiv in den Verbesserungsprozess einzubinde

5S … mehr …

  • elementare Voraussetzung eines erfolgreichen Kaizen  / KVP
  • „Ordnung, Sauberkeit, Selbstdiziplin und Standards“
  • um in 5 Stufen durch eine verbesserte Arbeitsplatzorganisation unter Einbeziehung der Mitarbeiter Produktivität und Qualität nachhaltig abzusichern.
  • 5S kennenlernen hier

Muda – Mura – Muri – die 3 Verschwendungsarten … mehr …

  • die Bewertungsskala für die Wertschöpfung in Prozessen
  • um Verbesserungspotentiale in Prozessen aufzudecken
  • um das Prozessverständnis der Mitarbeiter zu verändern

Spaghetti-Diagramm… mehr …

  • „nur“ ein Weg-Diagramm
  • um die tatsächlichen Wege der Mitarbeiter darzustellen
  • um die Häufigkeit der Nutzung, die Länge der Wege und die Zeiten zu ermitteln

Wertstromanalyse / Value Stream Mapping (VSM) … mehr …

  • um die Wertschöpfungskette zu visualisieren
  • um Verschwendung und Verbesserungspotentiale auch über Unternehmensgrenzen hinweg in den Prozessen zu identifizieren
  • basiert in der Regel auf einer Prozessanalyse

Wertstrommethode … mehr …

Wir unterstützen Sie bei der Verbesserung Ihrer Abläufe und Prozesse. Hier geht es zu unserem inhouse-Training Wertstrommethode als training-on-the-job an Ihren Prozessen und mit greifbaren Ergebnissen. Hier ist der Kontakt zu uns.

Kanban

  • eine formalisierte „Bestellkarte“
  • um Bestellprozesse einfach, schnell und fehlerfrei bedarfsgesteuert abzuwickeln
  • um Materialbedarf zu visualisieren und Lagerbestände zu reduzieren

Heijunka-Tafel

  • die Visualisierung und Planung des Fertigungsablaufs
  • um eine nivellierte Produktion zu erreichen

FIFO-Prinzip

  • First in – First out
  • um Warte- und Liegezeiten zu eliminieren
  • um Überalterung zu vermeiden

Supermarkt und Wasserträger

  • Trennung von Logistik und Montage / Fertigung-Tätigkeiten
  • Bereitstellung bzw. Abtransport von Komponenten und Produkten durch den Logistiker “ Wasserträger“ am Montageplatz / Zelle
  • um kurze Wege in der Fertigungszelle zu erreichen
  • um Bestände zu minimieren

Kundentakt

  • der tatsächliche Bedarf des Kunden an Produkt pro Zeiteinheit (i.d.R. pro Tag)
  • die nachfrageorientiert (durchschnittlich) zu fertigende Menge pro Zeiteinheit
  • zur Planung und Steuerung der Fertigungskapazitäten

JIT –  Prinzip / Just in Time

  • eine nachfragegesteuerte Bereitstellung und Fertigung von Produkten
  • um Lagerbestände, Flächenbedarfe und Kapitalbindung gering zu halten
  • um flexibel auf Bedarfsänderungen reagieren zu können

JIS – Prinzip / Just in Sequence

  • die bedarfsgesteuerte Bereitstellung von unterschiedlichen Vormaterialien und Rohstoffen bei Fertigung unterschiedlicher Varianten auf einer Fertigungs- / Montagestelle
  • in der Regel in Kombination mit Just in Time = JIT / JIS

Standardisierung

  • die Beschreibung einer best-practice für jede Tätigkeit im Unternehmen
  • um das bestmögliche Ergebnis für jeden Prozessschritt zu erreichen
  • um individuelles Wissen im Unternehmen für alle verfügbar zu machen
  • um Verschwendung und Fehler zu eliminieren

Nivellierung

  • um einem Auftreten von Fehlern präventiv zu begegnen
  • um Kapazitäten optimal auszulasten
  • um die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern

EPEI – Fahrplanfertigung

  • EPEI = every product every interval
  • i.d.R. wochenweise Fahrplanfertigung mit festgelegten Produktreihenfolgen
  • zur Minimierung der Rüstaufwände & Stillstandszeiten
  • um Kapazitäten optimal auszulasten
  • um Planungsaufwand zu reduzieren

Poka Yoke … mehr …

  • 3 Poka Yoke Strategien zur präventiven Fehlererkennung, Fehlervermeidung und Absicherung
  • die verwechslungssichere, „idiotensichere“ Konstruktion und Gestaltung von Produkten und Werkzeugen
  • vorbeugend oder reaktiv Fehlbedienung und Fehler ausschließen
  • Poka Yoke in kennenlernen hier geht es zu Poka Yoke Schulung

TPM – Instandhaltung / TPM Total Productive Maintenance

  • die präventive Wartung und Instandhaltung von Anlagen und Maschinen unter Einbeziehung der Maschinenbediener
  • um Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Maschinenparks zu optimieren
  • um eine Null-Fehler-Fertigung zu erreichen

SMED – Single Minute Exchange of Die … mehr …

  • schnelles Rüsten „in weniger als 10 Minuten“
  • um auch kleine Losgrößen wirtschaftlich fertigen zu können
  • um Variantenvielfalt und Nachfrageschwankungen zu beherrschen
  • SMED kennenlernen hier

OEE – Overall Equipment Effectivness … mehr …

  • die zentrale Kenngröße für Maschinenverfügbarkeit, Leistung und Gutteilquote
  • um die Wirksamkeit einer Prozessoptimierung zu überprüfen
  • um eine Null-Fehler-Fertigung zu erreichen

Lean Leadership

  • die Erkenntnis, dass Vorgesetzte sehr stark das Verhalten der Mitarbeiter beeinflussen
  • Führungsstil „Führen durch Vorbild und Präsenz“
  • die Überzeugung, dass Schulung und Anleitung von Mitarbeitern Kernaufgabe von Führungskräften ist
  • Lean Führungsprinzipien sind sehr stark geprägt von den Erkenntnissen aus Training within Industry (TWI)

Monozukuri & Hitozukuri

  • Monozukuri bedeutet wörtlich übersetzt, die Fähigkeit, Dinge oder Waren herzustellen. Die im japanischen Kulturkreis weitergehende, implizite Bedeutung „Meisterschaft“ oder „Craftmanship“ und das damit verbundene kontinuierliche Streben nach Perfektion und ständiger Verbesserung wird durch die einfache Übersetzung nicht deutlich.
  • Hitozukuri ist mit dem Monozukuri-Gedanken und dem Lean Leadership eng verbunden. Das „Machen von Mitarbeitern“ umfasst dabei nicht nur die fachliche Ausbildung, sondern insbesondere die mentale Einstellung zum KVP / Kaizen und des Qualitätsgedankens.

weitere Methoden (nicht nur) des Lean Management

Beratung zu Lean Management und Qualitätsmanagement

Lean Management verbessert die Wettbewerbsfähigkeit, führt nachgewiesen zu Effizienzsteigerung und niedrigeren Kosten.

Wir helfen Ihnen, Ihre Produktivität zu steigern, Ihre Prozesse zu stabilisieren und Ausschuss und Nacharbeit zu eliminieren. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

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