Prozessanalyse und Wertstromanalyse


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Die Prozessanalyse wird eingesetzt um Prozesse zu visualisieren und um Zusammenhänge transparent darzustellen. Werden die Verschwendungskriterien des Lean Managements zur Bewertung der Prozesse verwendet, spricht man von der Wertstromanalyse oder value stream mapping (VSM).

grundlegende Methoden zur Prozessoptimierung

Prozessanalysen, Flussdiagramme, Workflow-Analysen und Wertstromanalysen (value stream mapping) bilden die Grundlage für jegliche Prozessoptimierung. Sie sind leistungssstarke Werkzeuge um Abhängigkeiten, Ineffizienzen und Verbesserungspotentiale aufzuzeigen. Sie sind unverzichtbarer Teil der frühen Phasen jedes Verbesserungsprojekts.

Wir verwenden diese Werkzeuge um Transparenz über die Prozesse zu schaffen und allen Beteiligten den Ist-Zustand mit den Verbesserungspotentialen „vor Augen“ zu führen.

Die Vorteile von Prozessanalysen

  • Transparenz über den Prozess
  • einheitliches Prozessverständnis auf Basis aktueller Daten
  • Identifikation von Optimierungspotentialen und Schwachstellen
  • Kennzahlenbasierte Entscheidungen möglich

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Vorgehensweise Prozessanalyse

Prozess abgrenzen

  • Zunächst wird der zu analysierende Prozess abgegrenzt.
  • Was ist Startpunkt?
  • Was ist Endpunkt?
  • Was ist innerhalb der Prozessanalyse?
  • Was ist ausserhalb der Prozessanalyse und wird nicht betrachtet?

Flussdiagramm erstellen

Ein Flussdiagramm ist visuelle Darstellung der zeitlichen Abfolge von Einzelschritten eines Prozesses. Zunächst wird der ausgewählte Prozess ausgehend vom Startpunkt grob mit etwa 10 Einzelschritten beschrieben und als Flussdiagramm mit Hilfe von Pfeilen graphisch dargestellt. Diese groben Einzelschritte werden im zweiten Durchgang verfeinert.

Kenngrößen der verfeinerten Einzelschritte erfassen

Für jeden Einzelschritt werden die relevanten Kenngrößen wie z.B. die erforderliche Mitarbeiterzahl, Taktzeiten, Liege-, Warte- und Prüfzeiten, Bestände und Losgrößen, die Ausschußzahlen  sowie Probleme und Besonderheiten erfasst.

Multi-Moment-Aufnahmen

In vielen Fällen ist es sinnvoll, die Prozessanalyse und die erfassten Kenngrößen mehrfach zu erfassen um sicher zu stellen, dass Abläufe und Kenngrößen richtig und zutreffend erfasst wurden.

Verbesserungspotentiale identifizieren – KVP-Workshops

Bereits bei der Analyse entstehen Ideen zur Verbesserung. Diese sollten auf jeden Fall nachvollziehbar dokumentiert werden, denn eine nicht dokumentierte Idee wird in der Regel schnell vergessen. Auf Basis der Prozessanalysen werden z.B. im Zuge von KVP-Workshops oder Kreativ-Workshops gezielt für identifizierte Verbesserungspotentiale Ideen und Verbesserungskonzepte entwickelt.

Wertstromanalyse – Ergänzung der Prozessanalyse

Die aus dem Lean Management stammende Wertstromanalyse ist eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Prozessanalyse. Zum einen werden gezielt bestimmte Prozesskenngrößen standardmäßig erfasst und mit den entsprechenden Wertstromsymbolen visualisiert. Zum anderen helfen die Bewertungskriterien und Verschwendungsarten des Lean Management, Verbesserungspotentiale aufzuspüren. Nach einer Prozessanalyse / Wertstromanalyse wird im Folgeschritt der optimale „Future state“ entwickelt. Die Kombination von Wertstromanalyse und Wertstromdesign wird auch als Wertstrommethode bezeichnet.

Lessons Learned & PDCA – Zyklus

Nach Umsetzen der Massnahmen ist es empfehlenswert, eine erneute Prozessanalyse durchzuführen um zu überprüfen, ob die angestrebten Verbesserungen erreicht wurden. Damit wird der Übergang zum PDCA – Zyklus erreicht.

Effizienz in der Prozessoptimierung

Als Schwachstellenanalyse wird häufig die Auswertung der Prozessanalyse nach den aufgetretenen Problemen bezeichnet. Erfolgt die Auswertung nach der Zeit und /oder den Beständen vor den Maschinen, handelt es sich um eine Engpassanalyse. Zur Optimierung verwenden wir häufig die Ansätze der Theory of Constraints (TOC) .

Ebenso aufschlussreich ist die Bewertung nach den Kriterien „wertschöpfend“ – „wertermöglichend“ –  „nicht wertschöpfend“ im Sinne der Verschwendungsarten Muda – Mura – Muri.

Vielfach sind Optimierungspotentiale mit verhandenen Ansätzen erschöpft oder nicht gangbar. Hier helfen die innvativen Prinzipien oder die Evolutionsgesetze aus TRIZ um andere Ansätze zu finden.

Erfahrungen mit Prozessanalyse und Wertstromanalyse

Wir setzen Prozessanalysen und Wertstromanalysen standardmäßig zu Beginn und zum Ende von Verbesserungsprojekten ein, denn sie bildet die tatsächlichen Gegebenheiten ab. Sie schaffen ein einheitliches, gemeinsames Prozessverständnis bei allen Beteiligten und sensibilisieren für die realen Notwendigkeiten. Zu Beginn werden die Verbesserungspotentiale im wahrsten Sinne des Wortes „offensichtlich“ , zum Ende zeigen sie die Wirksamkeit der Verbesserungsmassnahmen.

Schulung zu Prozessanalyse & Prozessoptimierung

Wir bieten offene Schulungen oder als individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Inhouse-Trainings zur Prozessanalyse und Prozessoptimierung.

Sie haben Ausschuß, Nacharbeit und instabile Prozesse?

Beratung zu Prozessanalyse & Prozessoptimierung

Wir helfen Ihnen, Ihre Prozesse zu stabilisieren und zu optimieren.  Hier ist Ihr Kontakt zu uns.

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