Messsystemanalyse MSA-Verfahren


Die Messsystemanalyse (MSA) dient dazu, die Messmittelfähigkeit und die Messsystemfähigkeit zu beurteilen. Kenngrößen der Messmittelfähigkeit bzw. Messsystemfähigkeit sind Cg, Cgk und GRR. Das Erreichen der Sollwerte ist zwingend erforderlich um Prozesse sicher beurteilen und verbessern zu können.

Die Messsystemanalyse (MSA) beurteilt die Tauglichkeit und Fähigkeit des Messmittels und des gesamten Messsystems. Nur wenn klar ist, welchen Schwankungen ein Messergebnis allein als Folge der Streuung des Messsystems unterliegt, kann eine sichere Beurteilung der Prozessgüte erfolgen.

Eine bestandene Messsystemanalyse ist zwingende Voraussetzung für die statistische Prozesskontrolle SPC und die Einführung von Qualitäts-Regelkarten (QRK).

Hintergrund

Messergebnisse unterliegen einer Vielzahl von Einflussfaktoren die zum einen aus dem Messgerät / Messmittel resultieren können wie z.B. Nichtlinearität, unzureichende Auflösung oder eine systematische Messabweichung. Eine andere Ursache kann der Bedienereinfluss sein z.B. als Folge eines anders gearteten Handlings oder als Folge von gesundheitlichen Einschränkungen. Ebenso können Abweichungen als Folge von Umwelt- und Umfeldfaktoren auftreten z.B. Temperatur-, Feuchte- oder Druckänderungen .

Vereinfacht gesprochen, überprüft Verfahren 1 das Messgerät / Messmittel.  Verfahren 2 überprüft den Bedienereinfluss. Verfahren 3 ist eine Sonderform von Verfahren 2 , bei der kein  oder ein zu vernachlässigender Bedienereinfluss vorhanden ist.

MSA – Verfahren 1

Das MSA Verfahren 1 wird als erster Schritt  zur Beurteilung von neuen oder veränderten Messsystemen durchgeführt. In diesem  Verfahren wird die Genauigkeit (accuracy)  und Wiederholpräzision (repeatability) eines Messgeräts / Messmittels überprüft.

Dazu wird an einem Normal der bekanntem Merkmalswert mindestens 25-mal, besser 50-mal vermessen. Aus der  Standardabweichung der Messwerte und der systematischen Messabweichung werden die Indizes Cg und Cgk berechnet.

Die Streuung darf dabei einen in der Regel zuvor festgelegten Prozentanteil des Toleranzbereichs des Merkmals oder des Prozesses nicht überschreiten.

MSA Verfahren 2  GRR

Dieses Verfahren untersucht die Wiederhol- und Vergleichspräzision eines Messsystems (repeatability  reproducibility (GR&R,  G für Gauge = Messgerät). Voraussetzung für Verfahren 2 ist das erfolgreiche Bestehen des Verfahren 1.

Beim Verfahren 2 werden zehn Teile, die möglichst den gesamten Streubereich des gemessenen Merkmals abdecken sollten, mindestens zweimal von drei verschiedenen Bedienern vermessen. Umgebungs- und Umfeldeinflüsse sollten konstant bleiben.

Für jeden Bediener wird ein Gesamtmittelwert und mit Standardabweichung berechnet.

Die Differenz der Mittelwerte erlaubt eine Ausssage über die Vergleichspräzision. Der Gesamtmittelwert wird verwendet zur Beurteilung der Wiederholpräzision. Verfahren 2 gilt als bestanden, wenn die Gesamtstreuung des Messsystems eine vorher festgelegten Prozentwert der Prozessstreung oder Toleranzbreite des Merkmals unterschreitet.

Verfahren 3

Das Verfahren 3 der MSA ist ein Sonderfall des Verfahrens 2. Hier wird davon ausgegangen, dass es keinen oder zu vernachlässigenden Bedienereinfluss gibt. (z.B. automatisierte Kamera-Messsysteme)

Konflikte mit Lieferanten und Kunden wegen mangelnder Qualität?

Was vielleicht harmlos klingt “MSA nicht bestanden” oder “Merkmal nicht spezifiziert, weil nicht messbar”, verursacht handfeste Konflikte und Diskussionen sowie teure Reklamationen zwischen Kunde und Lieferant.

Sie gehören hoffentlich nicht dazu. Wenn doch, dann fragen Sie uns bitte an. Wir können Ihnen helfen. Hier ist der Kontakt zu uns.

Schulung zu Messsystemanalyse und SPC

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Unterstützung bei Messsystemanalyse MSA und SPC

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