FMEA-Handbuch – Harmonisierung nach VDA und AIAG


Seit Juni 2019 liegt das neue FMEA-Handbuch in einer zwischen AlAG und VDA abgestimmten einheitlichen Vorgehensweise vor. Die Erstellung einer FMEA erfolgt jetzt in 7 Schritten. Sebstverständlich schulen und moderieren wir die FMEA entsprechend diesem neuen Regelwerk nicht nur für Automotive-Kunden.

FMEA´s nach VDA und AIAG

Seit Juni 2019 liegt das harmonisierte AlAG-VDA- Handbuch vor. Sebstverständlich schulen und moderieren wir die FMEA entsprechend diesem neuen Regelwerk für Automotive-Kunden.

Üblicherweise erfolgte bisher die FMEA-Erstellung in 5 Schritten. Jetzt haben VDA und AIAG eine harmonisierte Vorgehensweise mit 7 Schritte vereinbart.

FMEA-Vorgehensweise in 7 Schritten

  1. Fokussierung / Scoping
  2. Strukturanalyse
  3. Funktionsanalyse
  4. Fehleranalyse
  5. Massnahmenanalyse
  6. Optimierung
  7. Dokumentation

Scoping – Aufwand reduzieren durch FMEA-Fokussierung

Schön ist, dass das von uns seit vielen Jahren propagierte und praktizierte Vorgehen der Fokussierung einer FMEA jetzt auch im FMEA-Handbuch als Schritt 1 berücksichtigt ist.
Vielfach wurden in den FMEA´s Themen behandelt, die noch nie ein Problem waren und die das Unternehmen immer schon beherrscht hat (und auch weiterhin beherrscht.) Es macht deshalb Sinn, dies einmalig zu betrachten, die Massnahmen im Sinne eines Standards zu beschreiben und als Basis- oder Stamm- / Familien-FMEA zu dokumentieren – und natürlich abzuarbeiten.
Dies verbessert die Effizienz erheblich. Der Analyse-Fokus richtet sich jetzt auf die Neuerungen und Veränderungen.
Dabei erfolgt die Abgrenzung nach den Kriterien “Neu”, “Innovativ”, “Verändert” oder “Übernahme, aber nicht beherrscht” gegenüber “Robust” “Beherrscht”  “Unverändert und bisher ohne Reklamationen” – Denn nur bei den ersten Kriterien besteht wirklich Analysebedarf –  Werden die übrigen Themen bearbeitet, steigt nur der Aufwand.

Schritt 2 bis 6 der FMEA

Das bisher bekannte Vorgehen in 5 Schritten von Schritt 1 bis 5 ist unverändert beibehalten worden. Der alte Schritt 1 heißt jetzt Schritt 2, weil das Scoping / die Fokussierung der FMEA der neue erste Schritt ist im Handbuch.
Damit entspricht Schritt 2 der Stückliste (K-FMEA) oder einer Prozessaufnahme (P-FMEA).
Im Schritt 3 – der Funktionsanalyse – wird der Zweck bzw. die “Tätigkeit” des Bauteils bzw. Prozesschritts beschrieben.
In Schritt 4 –  der Fehleranalyse wird wie gewohnt das Fehlernetz erstellt
Im Schritt 5 mit dem aktuellen Status der geplanten Massnahmen hat sich die Bewertung verändert. Die vielfach umstrittene RPZ wurde durch einem nmodifizierten Bewertungs- und Priorisierungskatalog ergänzt bzw. intepretiert.
Besteht weiterer Handlungsbedarf und die Risiken sind nicht ausreichend beherrscht folgt die Optimierung und Festlegung weiterer Vermeidungs- und Entdeckungsmassnahmen.

Schritt 7 der FMEA – Dokumentation

Die Dokumentation der Ergebnisse ist in der Praxis sicherlich nichts Neues. Die Ergebnisse der FMEA-Analyse und die jeweiligen Massnahmen waren immer schon Management-Thema – zu Meilensteinen, im Audit, bei Reklamationen.
In vielen Unternehmen wurden und werden auch bei laufender Produktion, wenn reaktive QM-Massnahmen erforderlich sind, diese im FMEA-Dokument nachgepflegt. Die Begründung ist einfach: Das FMEA-dokument wird damit zur Wissens- / Datenbank für zukünftige Entwicklungen im Sinne eines “Lessons Learned”.
Jetzt ist dieser Schritt auch im Handbuch formal geregelt.

Schulung, Moderation und weitere Informationen zur FMEA

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