Vorgehensweise und Instrumente des Risikomanagements


Hier finden Sie eine Beschreibung der generellen Vorgehensweise des Risikomanagements und der geeigneten Instrumente um ein gut funktionierendes Risikomanagement dauerhaft zu implementieren.

Vorgehensweise und Schrittfolge

  1. Zieldefinition
  2. Festlegung der Kenngrößen der Zielerreichung
  3. Risikoidentifikation
  4. Risikoanalyse
  5. Massnahmendefinition
  6. Risikoüberwachung

Sie wollen Risikomanagement verbessern? Sie benötigen operative Unterstützung im Qualitätsmanagement oder kämpfen mit instabilen Prozesses? Wir können Ihnen helfen. Hier ist Ihr Kontakt zu uns.

Zieldefinition

Die Ziele mit den zugehörigen Meßgrößen der Zielerreichung werden in der Regel aus der Unternehmensstrategie und den operativen Zielen abgeleitet.

Risikoidentifikation

Die Identifikation der Risiken kann mit unterschiedlichen Methoden wie z.B. „Negativ-Brainstorming“, Szenario-Technik, Erfahrungsauswertung aus Vorläuferprojekten oder durch Mitarbeiter- und Experteninterviews erfolgen. In der Produktentwicklung und bei technischen Prozessthemen werden häufig die Methoden – failure modes and effects analysis – oder DRBFM – design review based on failure modes – eingesetzt.

Risikoanalyse

Die Risikoanalyse dient dazu, die Auswirkungen auf den Zeitplan und auf das Budget sowie Qualitäts- und Leistungseinschränkung im Zielergebnis zu bewerten. Eine sinnvolle Betrachtung innerhalb der Risikoanalyse berücksichtigt zudem die Eintrittswahrscheinlichkeit, das Gewicht, das wahrscheinliche Schadensausmaß und auch die Interdependenz der Risiken bzw. der Risikofaktoren.

Sogenannte „Showstopper“, d.h. Risiken, die den Erfolg des gesamten Vorhabens gefährden, sollten gesondert betrachtet und bewertet werden.

Massnahmendefinition

Unterschieden werden zum einen Massnahmen zur Risikodetektion und –verfolgung, zum anderen Massnahmen zur Risikobegrenzung

Risikodetektion und –verfolgung

Risikoindikatoren dienen dazu, alle beschriebenen Risiken zu verfolgen um möglichst früh das beginnende Eintreten eines Risikos zu erkennen. Werden zulässige Grenzwerten der Risikoindikatoren überschritten, führt dies zur Einleitung der Begrenzungsmassnahmen.

Risikobegrenzung

Zur Risikobegrenzung werden stehen mehrere Möglichkeiten zur Wahl: Risikovermeidung, Risikoprävention, Risikobegrenzung und Akzeptanz des (Rest-)Risikos

  • Risikovermeidung- das Vorhaben wird aufgegeben.
  • Risikoprävention – das Vorhaben wird durchgeführt, Präventions- und Eindämmmassnahmen dienen dazu, die Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts und / oder die Risikofolgen auf ein erträgliches, akzeptables Mass zu reduzieren.
  • Risikobegrenzung – das Vorhaben wird durchgeführt, die Kosten und Folgen der Risiken werden breit gestreut und/ oder limitiert.
  • Akzeptanz des Restrisikos – das Vorhaben wird durchgeführt, ein trotz der Präventivmassnahmen verbleibendes Restrisiko wird akzeptiert und beobachtet. Durch finanzielle, personelle und zeitliche Rückstellungen wird versucht, den erwarteten Schaden abzupuffern. Vielfach erfolgt dies auf Basis der Ergebnisse einer Risiko-Nutzen-Analyse, z.B. wenn die Kosten der Risikoreduzierung höher sind als die erwarteten Schadenskosten.

Risikoüberwachung

Die identifizierten Risiken werden regelmäßig überwacht und aktualisiert, die Bewertungen angepasst. Bei Risikoeintritt werden die jeweiligen Massnahmen eingeleitet und deren Wirksamkeit sowie sonstige Erfahrungen dokumentiert.
Ergänzend dazu werden neu auftretende oder erkannte Risiken dokumentiert und wie oben beschrieben bearbeitet.

Krisenmanagement

Krisenmanagement wird dann erforderlich, wenn das Risikomanagement versagt hat. Oder wenn bewußt und sehenden Auges das Eintreten eines Risikos akzeptiert wurde. In solchen Situationen ist wichtig:

  • Rückendeckung durch das Management
  • Verfügbarkeit von Ressourcen
  • entschlossenes Vorgehen
  • die sichere Beherrschung der geeigneten Problemlösungsmethoden

Wir können Ihnen auch in solchen Fällen helfen. Hier ist Ihr Kontakt zu uns.

Beratung zu Risikomanagement

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