Prozessfähigkeit


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Für ein Unternehmen sind wirtschaftliche Abläufe und Prozesse zwingend. Beherrschte Prozesse, gekennzeichnet durch die Prozessfähigkeit als Schlüsselgröße,  sind ein Muss für die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen.

Nicht prozessfähige Prozesse, seien sie produktiv oder administrativ, vernichten Werte. Die Messgröße “Prozessfähigkeit” zeigt eindeutig an, an welchen Stellen im Unternehmensprozess Handlungsbedarf besteht.

Alle Prozesse streuen! – die Frage ist nur, wie sehr?

Jedes Produkt oder Dienstleistung besitzt eine Spezifikation in der Regel mit mehr oder minder breiten Toleranzgrenzen. Bei Produkten sind diese sind in der Regel vom Konstrukteur so festgelegt, dass das Produkt zuverlässig funktioniert, wenn diese Grenzen eingehalten werden.

Bei Dienstleistungen oder administrativen Prozessen erfolgt diese Festlegung durch den Prozessplaner oder durch den Kunden als Auftraggeber. (z.B. Innerhalb welcher Zeit eine Antwort auf eine Reklamation erfolgen muss oder der Paketdienst eine Warensendung zustellen muss, bevor der Kunde eskaliert und eine Vorstandsbeschwerde einreicht.)

Im (nicht nur Fertigungs-) Prozess sind alle Bemühungen darauf gerichtet, die spezifizierten Produktmerkmale durch die Wahl geeigneter Prozesse zu erzeugen und innerhalb der (Produkt-)Toleranzgrenzen durch die Regelung der jeweiligen Prozessparameter stabil zu halten.

Beherrschter Prozess & Prozessfähigkeit Cp bzw. CpK

Prozessfähigkeit – Was ist das?

Hoffentlich ist die Frage: “Prozessfähigkeit – Was ist das?” für Sie und Ihre Mitabeiter keine rhetorische Fragestellung mit einem zynischen Unterton, sondern ein wohlbekannter, akzeptierter Teil Ihres Qualitätsmanagements.

Stabile, beherrschte Prozesse erzeugen Produkte reproduzierbar und prognostizierbar innerhalb der zulässigen Toleranzgrenzen mit einer bekannten Streubreite und liefern damit die Basis die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen.

Kenngröße für beherrschte Prozesse ist der Kennwert der Prozessfähigkeit Cp bzw. CpK. Dies ist ein Verhältniswert der tatsächlichen Prozessstreuung zu 6 Sigma innerhalb der konstruktionsseitig vorgegeben Toleranzgrenzen.

Prozessüberwachung mit SPC

Die statistische Prozesskontrolle SPC dient zur Überwachung der laufenden Prozesse. Man spricht hier von beherrschten Prozessen unter „unter statistischer Kontrolle“.

Ziel von SPC ist es,  präventiv die Produktqualität durch eine gesteigerte Prozessstabilität zu verbessern. Statistische Werkzeuge helfen, frühzeitig signifikante Abweichungen im Prozess zu erkennen und durch Prozesseingriffe zu kompensieren.

Ist die Prozessstabilität nicht (mehr) gegeben, so muss der Prozess erst unter Kontrolle gebracht werden, ggfs. sogar gestoppt werden. Erst wenn der Prozess nachgewiesen stabile Ergebnisse liefert, darf wieder in die Serienfertigung übergegangen werden.

Auch administrative Prozesse lassen sich überwachen

Prozessfähigkeit und SPC sind in der Fertigung und Montage als Methoden fest etabliert.  Administrative Bereiche und Prozesse werden nur selten mit diesen Werkzeugen überwacht. Hier liegen große Verbesserungspotentiale brach, insbesondere wenn man bedenkt, dass zahlreiche administrativen Prozesse bereits digitalisiert oder mit digital verfügbaren Daten dokumentiert sind, so daß eine Messbarkeit und damit Kontrolle vergleichsweise einfach erfolgen kann.

SPC Seminar / SPC Schulung

Hier geht es zu unserem SPC- Seminar / Grundlagen Schulung SPC.

Wir bieten offene Schulungen und inhouse Seminare zu SPC an.

Ausschuss, schwankende Ausbringung, Qualitätsprobleme?

Wir können helfen. Wir helfen Ihnen, Ihre Prozesse zu stabilisieren und den Ausschuss zu eliminieren. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

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