Konstruktion vs. Prozess FMEA


Konstruktions – FMEA, Produkt – FMEA, Prozess – FMEA, Schnittstellen – FMEA,  System – FMEA …  sind viele unterschiedliche Typen und Begriffe von FMEA´s.  Aber was ist Inhalt der jeweiligen FMEA-Type? Hier folgt eine kleine Erläuterung zu den jeweiligen Bezeichungen und ihrer Zielrichtung.

System – FMEA

  • Globale, übergeordnete FMEA, bei der alle Risikothemen im Produkt, im Prozess, in der Lieferkette und in den Schnittstellen identiziert werden.
  • Die Ursachen werden in der Regel nicht detailiert.
  • Als Massnahme wird auf die jeweiligen spezifischen FMEA´s verwiesen (z.B. Konstruktions-FMEA)

Konstruktions – FMEA

  • spezifische FMEA, bei der alle potentiell feherhaften Produktmerkmale identifiziert werden.
  • Fokus sind die vom Konstrukteur beeinflussbaren Merkmale, deshalb der Name “K-FMEA”
  • Die Ursachen werden in der Regel bis auf der Ebene messbarer Merkmale beschrieben.
  • Als Massnahme(n) werden in der Regel konstruktive Änderungen benannt.

Produkt – FMEA

  • ist eine andere Bezeichung für Konstruktions-FMEA

Prozess – FMEA

  • spezifische FMEA, bei der alle potentiell feherhaften Prozessmerkmale identifiziert werden.
  • Fokus sind die vom Prozessplaner beeinflussbaren Merkmale, deshalb der Name “P-FMEA”
  • Die Ursachensollten bis auf der Ebene messbarer Prozessabweichungen beschrieben werden.
  • Als Massnahme(n) werden u.a. prozessuale Änderungen und Prozessüberwachungen benannt.

Montage – FMEA

  • ist eine Sonderform der Prozess-FMEA mit Fokus auf der Montage

Schnittstellen – FMEA

  • ist eine Sonderform der Konstruktions-FMEA, dann mit Fokus auf den Produkt-Schnittstellen oder
  • eine Sonderform der Prozess-FMEA mit Fokus auf den Prozess-Schnittstellen.

 

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